Jugilager
Tenero
Tenero, 29.
März-4. April 2009
Sonntag, 29.März
Trotz Zeitverschiebung trafen alle Kinder pünktlich um 12.00 Uhr in Buechen
ein. Rund 50 Kids aus Goldach, Steinach, Rorschacherberg und Staad waren
bereit, eine Sportwoche in Tenero im Centro Sportivo zu verbringen. Die
Fahrt konnte losgehen. Nach knapp 3 ½ Stunden kamen wir endlich im Tessin
an. Doch von schönem Wetter war nicht die Rede, es goss in Strömen und die
Aussicht auf die nächste Woche war nicht besonders rosig. Die Jagd nach dem
besten Schlafplatz in den Zelten konnte beginnen. Nach dem man sich schon
„eingepufft“ hatte, konnte es losgehen. Wir starteten mit einem Welcome Game,
damit die Kinder sich schon einmal einen Überblick über das ganze Gelände
verschaffen konnten. Nach dem Spiel hatte man erst einmal Zeit sich seinen
Schlafsack bereit zu legen.
Nach dem Znacht gab es den ersten Teil der Lagerolympiade. Mit einem
Ratespiel über vergangene Sommerhits haben wir uns ein Gefühl für das
Wetter, wie es sein sollte, verschafft.
Nach der Lagerolympiade gab es den Dessert. Nachdem alle Bettflaschen
gefüllt waren und alle bettfertig waren, wurde den Kindern vorgelesen.
Obwohl Nachtruhe herrschte, verlief die erste Nacht eher laut.
Montag, 30. März
Am Montag wurden wir um 7.00 Uhr mit lauter Musik geweckt. Den Befehl „I 10
minute im Turnzüg dusse“ wurde von allen verstanden und so machten wir uns
auf den Weg zum Morgenturnen. Diese Kinder welche aber zu spät kommen,
erwartet morgen 10 minuten fürher der Wecker. Nach einer kleinen Joggingtour
und einem Tanz wurde gefrühstückt. Das Wetter war super. Es war nicht mehr
so kalt, und das Wichtigste, es war trocken. Um 9 Uhr ging es mit dem
Morgenprogramm los . Jeden Morgen nehmen die Kids an einem Kurs teil. Sie
konnten auswählen zwischen, Leichtathletik, Segeln, Klettern und Biken. Beim
Biken wurde schon der erste Platten festgestellt doch unser Radprofi Beat
wusste sofort wie er die Lage in den Griff bekam. Die Segler hatten etwas
Mühe, da es sehr Windstill war. Doch die Theorie kam nicht zu kurz. („2
Stund lang!!!“) Einzig die Kletterer und die Leichtathleten konnten sich
kaum beklagen.
Am Mittag assen wir wieder gemeinsam. Das Nachmittagsprogramm durften wir
frei wählen. Die Kinder suchten sich zwei aus drei Disziplinen aus.
Maxitramp, Beachvolleyball oder Unihockey. Nach den Nachmittagssportarten
durften die Kinder an die Airgame Anlage. Das ist ein Trampolin mit Seilen.
Auch die Leiter hatten sehr Freude daran. Ebenfalls durfte man schon die
erste Einkaufstour in den Nahe gelegenen Coop planen.
Nach dem Abendessen besammelten sich alle Kinder um halb acht um sich dem
zweiten Teil der Lagerolympiade zu stellen. Mit einem Memory konnten die 8er
Gruppen ihr Gedächtnis unter Beweis stellen. Nach einem kurzen Zwischenfall
konnte doch noch gestartet werden. Die Nacht wurde für einige Kinder sowohl
als auch für die Leiter sehr lang.
Dienstag, 31. März
Die Erinnerung an die Sonne war schon fast verblasst, wir konnten daher
unseren Augen kaum trauen als wir morgens aus den Zelten stiegen. Der blaue
Himmel lachte uns entgegen. Das Morgenprogramm war wieder dasselbe. Für die
Kranken wurde ein Quarantänezelt eingerichtet und sie konnten sich dort von
den Strapazen der Nacht erholen. Bei den Nachmittagssportarten konnten die
Kinder zwischen Tennis Flagfootball und verschiedene Stafetten. Vor dem
Abendessen durfte man wählen zwischen dem Adventurepark, einem
Kletterparcours über Bäume und für die Wagemutigen ein Sprung in den kalten
Lago Maggiore. Am See waren die Risikofreudigen dann doch nicht so
begeistert von dem Gedanken sich in das kalte Nass zu stürzen. So blieb es
dabei, dass wir uns nur ins knietiefe Wasser wagten aber dennoch eine
Wasserschlacht lieferten. Was auf das Selbe herauskam. Nach dem Znacht wurde
ein Biathlon absolviert. Leider wurden die Spielregeln nicht ganz von den
Kindern verstanden, so ist eine Gruppe wortwörtlich auf der Strecke
geblieben. Nach der Lagerolympiade vertrieben sich die Kinder die Zeit mit
kleinen Spielen vor dem Küchenzelt. Die folgende Nacht verlief sehr ruhig,
da die Kinder sehr müde waren. Ich kann mir auch nicht erklären wieso
Mittwoch, 1. April
Nach dem Aufstehen wollte man wieder in den Schlafsack kriechen, da das
Wetter nicht dem Klischee der italienisch sprechenden Schweiz entsprach.
Graue Wolken zierten den Himmel und es regnete wie aus Kübeln. Am Nachmittag
durfte die Grösseren im Golf ihren Abschlag verbessern und beim Bike Polo
die allerneusten Freestyle Bikes testen. Die kleinen durften auswählen
zwischen einer Skatertour nach Locarno oder einem Ausflug auf den nahe
gelegenen Spielplatz. Zum Glück war das Wetter am Nachmittag viel besser, so
konnte alles durchgeführt werden. Am Abend wurde den Kindern ein
interessantes Quiz gestellt. Das ABCDRS3 ist gut angekommen. Dass die Kinder
in ihren Zelten Ordnung machen sollte, wurde von vielen als 1. Aprilscherz
verstanden, so mussten alle auf die Gutenachtgeschichte verzichten.
Donnerstag, 2. April
Das Wetter war wieder Morgenprogramm. Die Segler hatten wieder keinen Wind,
die Leichtathleten genossen etwas Abwechslung mit einem kleinen Tanz, die
Kletterer versuchten sich an einer neuen Wand und die Biker erkundeten das
malerische kleine Dorf Mergoscia. Nach dem Mittagessen durften sich die Kids
zwischen Squash, Base Ball, Badminton und Basketball entscheiden. Nach dem
Programm trafen sich alle, um das alljährlich stattfindende Kistenklettern
zu absolvieren. Jedes Kind bekam die Chance, soviele Harasse als möglich zu
stapeln, natürlich waren alle gesichert, mit Seil und Klettergstältli. Wenn
man das Gleichgewicht verlor, fiel der ganze Turm um, deshalb wurde eine
Schutzzone eingerichtet, denn bei knapp 20 Harassen, welche auf einem
zufliegen, muss man schon Acht geben. Bis alle Kinder durch waren, war es
schon 19.00 Uhr. Nach dem Znacht durften alle hatte man Freizeit und durfte
auf dem Areal sich etwas die Zeit vertreiben.
Freitag, 3. April
Der letzte Tag an dem das Morgenprogramm stattfand. Die Biker wurden mit dem
Anhänger ins Verzasca Tal gefahren. Ihre Tour führte über die James Bond
Staumauer und die alte Römerbrücke von Lavertezzo. Mit etwas Verspätung
schafften sie es dann doch noch auf den Zmittag. Die Segler hatten das erste
Mal wirklich und konnten zeigen, was sie die ganze Woche von der Theorie
begriffen haben. Die Leichtathleten verbesserten ihre Wurftechnik und
durften dann zum Abschluss noch ein letztes Mal am Lago Maggiore ihre Füsse
kühlen, um dann den Seglern zuzuwinken. Die Kletterer hatten am letzten Tag
auch Spezialprogramm, früher als gewohnt, mussten sie ihre Ausrüstung packen
und an den Treffpunkt begeben. Mit einem Bus wurden sie dann in die freie
Natur befördert. Die erste Mutprobe bestand darin, sich von einer sehr hohen
Brücke(„die isch sicher 20 meter hoch gsi“) selbst abzuseilen. Das
Nachmittagsprogramm hatte noch etwas Spezielles zur Auswahl, Kinder aus den
letztjährigen Lagern haben schon darauf gewartet. Das Bogenschiessen, da es
leider nur eine beschränkte Anzahl Plätze hatte, mussten einige Kinder in
den verbliebenen Sportarten einschreiben. Sie hatten die Qual der Wahl
zwischen einem Hindernislauf, Fussball und Intercrosse. Die Leiter hatten
nach dem Programm eine Überraschung geplant und so gab es für alle nach
einem kurzen Spaziergang noch ein Gelato in der nicht weit entfernten
Gelateria.
Zum Znacht gab es feine Spiessli frisch vom Grill. Sehr fein.
Nach der letzten warmen Mahlzeit in Tenero, war der Action angesagt. Es war
der bunte Abend. Mit einem tollen, von den Kindern selbsteinstudierten (!)
Programm, hatten alle was zu lachen. Nach der Wahl zur Mister und Miss
Tenero, kam Herzblatt dran. Kandidaten, welche ihre grosse Liebe in Tenero
suchten, mussten mit verbundenen Augen aus drei Auserwählten ihren
Traumpartner wählen. Sehr amüsant. Als Letztes gab es noch ein „Wetten,
dass..?“ Mit prominenten Gästen und zum Kugeln witzige Wetten wurde es ein
toller Abschluss. Nach dem ersten Teil stand noch die letzte Aufgabe der
Lagerolympiade an. Die Kinder mussten alleine auf dem weiten Feld ihre
Kameraden mit der Taschenlampe finden, und später dann auch einen Schatz,
der im Esszelt versteckt war. Zum Schluss gab es noch feinen Dessert. Danach
war Schlafenszeit. Nach demselben Prozedere wie immer, wurde ihnen noch der
letzte Teil der Geschichte vorgelesen. Knapp um 23.00 Uhr war die Lesestunde
fertig und die Kids schliefen ein. Ahnungslos, dass der nächste Morgen
früher kommen würde als gewohnt…
Samstag, 4. April
Um Punkt 6 Uhr wurde in den Zelten Musik gemacht. Da es der letzte Morgen
war, verzichteten die Leiter auf das Morgenturnen. Doch etwas anderes war an
der Tagesordnung. Packen. Man kann sich kaum vorstellen, wie es in diesen 22
Mann Zelten nach einer Woche aussieht. Den Weg vom einen Ende zum anderen
ist kaum zu meistern ohne auf ein Bett zu steigen. Wobei man aber erwähnen
muss, dass es keinen Unterschied macht, ob man im Jungen oder Mädchenzelt
ist. Sehr eindrücklich, wie viele Süssigkeiten mitgenommen wurden, und quer
über den ganzen Zeltboden verteilt wurden. Obwohl die Kinder genug zu essen
bekommen, gibt es immer noch solche, welche noch zusätzlich Süssen von
Zuhause mitnehmen. Zum Glück war es die vergangene Woche nicht so warm,
sonst hätten man gegen Ameisen Invasionen in den Zelten kämpfen müssen. Um
Sieben Uhr gab es Frühstück, bevor man aber zu essen beginnen konnte, gab es
aber noch einen Geburtstag zu feiern. Eine Leiterin wurde volljährig. Fein,
so eine Schwarzwäldertorte zum Zmorge. Nach dem Essen, wurde jedem ein
Ämtli zugeteilt. Es wurde gewischt, geschrubbt ja beinahe gesaugt. Wer
fertig mit deiner Aufgabe war, durfte sich die Zeit mit Fussball, Völkerball
oder Ping Pong vertreiben.
Um halb 11 kam der Car. Die Rückreise konnte beginnen. Nach knapp 4 Stunden
Fahrt, kamen sie in Buechen an. Wiedersehensfreude bei Kindern und Eltern.
Nachdem das Gepäck verteilt wurde, verabschiedeten sich die Kinder. Doch
bestimmt sind nächstes Jahr wieder einige mit dabei und lassen sich diese
Woche voller Spass nicht entgehen. |
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