Männerriegenreise vom 4./5. September 2004


Die diesjährige Reise stand unter dem Motto „Biererlebnis Davos„

Wer erinnert sich noch an seine Militärdienstzeit zurück, sei es im Aktiv-Dienst!!!!, Rekrutenschule oder in den WK `s. Was soll diese Einleitung?..... Die Lösung folgt später..

Also am Samstagmorgen, bei schönem Wetter starteten wir ab Buchen mit dem Postauto. In Rheineck hatten wir dann alle 19 Teilnehmer beisammen. Mit dem Zug reisten wir nach Landquart. Bei schönstem Wetter gings Richtung Graubünden. In Rüthi - Oberriet beachteten wir nasse Strassen und bemerkten Richtung Buchs sogar, sehr, sehr dunkle , komische Wolken. In Sargans jedoch war wieder schönes Wetter angesagt. Ankunft in Landquart, immer noch bei schönwarmen Temperaturen, stürmten wir Richtung Bahnhofbuffet. Etwas ratlos machte uns die Bemerkung eines Kollegen im Zug, dass das Buffet abgebrochen worden sei. Doch oh Glück, es stand ein Neues da in voller Grösse. Unser Kassier offerierte Allen einen Kaffee mit Gipfeli!
Um 10.45 gings weiter nach Davos Platz. Ankunft in Davos um 11.55h. Bei immer noch tadellosem Wetter, bestiegen wir, das von uns reservierte Postauto. Nun fuhren wir nach Sertig. Im Walserhuus, unserer Unterkunft, erwarteten uns im Garten drei Tische, soweit so gut, doch schaute man zurück nach Davos, dunkle, ja schon fast schwarze Wolken, versuchten ins Seritg-Tal einzudringen. Der Mann am Grill meinte jedoch ganz trocken, kein Problem, das Radio habe schönes Wetter gemeldet!!


Einige zogen sich dann lieber ins Hotelrestaurant zurück, doch der „harte Kern“ blieb im Garten. Wir konnten kaum fertig essen, als es dann wirklich zur Sache ging. Es regnete waagrecht und es stürmte recht kräftig .Eine gewisse Hektik zeigte sich im Garten. Die Sonnenschirme wurden eingezogen und alle verzogen sich ins Hotel. Einige mit Erfolg andere mit weniger Erfolg (Platzmangel). Wir bezogen nachher das Quartier: 2 x drei in einem Zimmer, 6 ins Touristenlager und der Rest „verstauten“ wir im Massenlager. Das Touristenzimmer und das Massenlager waren im Untergeschoss, sprich Zivilschutzkeller. Also fürs erste wussten wir nun wohin in der Nacht.
Da sich das Wetter rasch besserte, und die Sonne sich wieder zeigte, beschlossen wir unser Programm weiter zu machen und bestaunten, die vor dem Hause parkierten Trotty- Bikes. Diese Vehikel wirkten eher etwas komisch auf uns. Etwas zögernd fassten einige den Mut und machten auf dem Postautokehrplatz erste Fahrübungen. Einige waren spontan begeistert und anderer überlegten sichtlich soll ich oder soll ich nicht!! Zum Schluss konnten wir an der Reception 10 Teilnehmer melden. Den Ehrenkodex gelesen zu haben, musste ich schriftlich bestätigen. Die anderen Männerriegler machten sich zu Fuss nach Davos mit einem Zwischenhalt im Rest Müli.

Die Trottybiker–Truppe machte sich auch auf den Weg nach Davos-Platz und wie es sich gehört, fasste ein jeder einen Kopfschutz, sprich Velohelm. In rassigem Tempo, anfangs zögerlich dann etwas frecher gings bergab Richtung Taleingang. Ein Supergefühl abwärts und manch einer dachte an seine Jugendzeit zurück. Zeitweise musste man wirklich immer gebremst abwärts rollen, denn es hatte ja auch Gegenverkehr. Im Rest Müli, halbwegs, machten wir Halt und bemerkten einstimmig, dass es abwärts angenehmer sei als ebenaus zu „trottinetten“ Gegensteigung wurden eher zu Fuss bewältigt.

Als wir die Kirchen von Davos erblickten, sahen wir, dass wieder dunkle Wolken sich uns näherten. Wir machten mehr Dampf und kurz vor unserem Endziel überraschte uns starker Regen. Nach kurzem Unterstehen schonte es wieder und wir erreichten den Bahnhof ohne Zwischenfall. Wir waren uns einig, es war ein Erlebnis und vor lauter Begeisterung meinten einige: am Sonntag fahren wir wieder mit diesen Dingern!!!!!
Nächster Fixpunkt war um 17.30h : Abholung mit Extrabus und Fahrt nach Monstein zur höchstgelegenen Bierbrauerei (1620 m.ü.M.). Die originelle Führung mit Degustation etc. war sehr interessant. Wir haben hier gesehen, dass wenn man zusammenarbeitet und sich zusammentut, etwas auf die Beine stellen kann. Aus einer stillgelegten Käserei wurde im Jahre 2001 eine Brauerei installiert mit wöchentlichem Bierausstoss von 1500 Liter. Dass das Bier, sehr süffig und frisch ist, konnten wir an Ort und Stelle testen. Auch die Nebenprodukte wie Brauerkäse und schwinige Stückli, von mit Treberresten gemästeten Schweinen, sowie Knopfwürste und Malzbonbons. Auch diese Bonbons erinnerte an vergangene Zeiten. Nachher wurden wir wieder mit dem Bus nach Sertig ins Walserhuus gebracht.

Nun stand das Nachtessen auf dem Programm. Angesagt war ein Brauer-Fondue. Einige unserer Kameraden glaubten zuerst an ein Käsefondue, doch es war ein Fondue-Chinoise mit verschiedenen Fleischstückli (inkl. Hirsch), sehr vielen „Sösseli“ und Früchtebeilagen à Diskretion. Pommes frites und Reis gehörten auch dazu. Begonnen aber wurde mit einer Gerstensuppe und aufgehört haben wir mit einem feinen Dessert. Alle waren begeistert von dieser Art Nachtessen. Das einzig Negative war der späte Beginn um ca 21.00h. Doch damit es nicht zu schwer auf dem Magen lag, wurde mit einem Röteli oder einem Kaffee abgeschlossen. Vor dem Bettenbezug marschierten einige noch ein Stück weit ins Tal hinenein. Wir waren froh um die Taschenlampen, denn es war wirklich stockdunkel. Dieser kurze Marsch wirkte sich sehr wohltuend auf unsere vollen Bäuche!
Die Zimmer sind also bezogen und das Massenlager ist vom Rest der Mannschaft belegt worden. Zwischen dem Touristenzimmer und dem Massenlager ist eine Zwischenstube eingerichtet, sehr einfach mit Tisch, Bank und einigen Stühlen. Es erinnerte an alte Zeiten; ein militärisches Wachtlokal

(Seit unserer Reise, vor zwei Jahren, nach Trasadingen, mit Schlafen im Weinfass, wissen wir, dass zwei unserer Kameraden etwas Mühe haben mit auswärts Schlafen. Damals spielten sie dort Nachtwächterlis)

Diese Beiden waren auch dieses mal dabei. Einer übernahm um 01.30 die Wache und um 02.30 folgte auch der Andere. Sie wachten so vor sich hin und immer wieder kamen unsere lieben Männerturner aufs Häuschen. Man besprach sich kurz und sofort waren sie wieder unter der Decke. Auffallend war: einige die kamen 2 – 3 mal andere nur einmal und wieder andere kamen überhaupt nicht! Was uns dann als „Wachsoldaten“ tief beeindruckte. Sollten wir diejenigen die noch nie draussen waren nicht wecken, fragten sich die Beiden, damit sie nicht ins Bett schi......oder sollen wir sie liegen lassen (auf eigens Risiko)? So verging die Nacht. Um 05.00 h wurde der Wachdienst abgezogen und auch diese zwei „Wachsoldaten“ gönnten sich noch ein kurzes Nickerchen.


Das reichhaltige Frühstücksbuffet weckte dann wieder alle Lebensgeister und wir konnten mit unserer Turnfahrt weiter machen. Wir haben uns kurz beraten, ein Erinnerungsfoto geschossen und weiter gings mit unserer Reise. Die "Viererbande" packte das Jakobshorn. Eine Gruppe marschierte nach Jatzmeder (Rhinerhorn) und weiter nach Davos. Der Rest hatte als Ziel: Clavadel – Davos immr schön im Wald. Wie bei einem Sternmarsch, trafen sich vor Zugsabfahrt in Davos, wieder Alle zur gemeinsamen Heimreise nach Buchen. Kurz vor 18.00h trafen wir zu Hause ein. Ob noch einige Kameraden den Abschluss dieses Wochenendes an der Zwetschgenkilbi in Altenrhein feierten, ist dem Schreibenden nicht bekannt. Bekannt war nur, dass das Postauto nach Altenrhein schon abgefahren war! Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Reise!

Der Schreibende, Reiseleiter und auch Wachsoldat
Kläus

9403 Goldach/ Staad , 8. Sept. 2004



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Letzte Änderung am: 16.09.2004
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