TV Staad 1906-1956

50 Jahr Jubiläum TV Staad 1956

TV Staad 1957-1981

Die Turnhalle in Buchen entsteht


vom Modell zur Turnhalle

Einige wichtige Daten

7. April 1957:
Abstimmung über die Turnhallenvorlage der Gemeinde über einen Kredit von Fr.845.000 wird abgelehnt.
30. Nov. 1958:
Kündigung des Mietverhältnisses zwischen TV Staad und Kath. Schulrat betreffend Kellerlokal im Kath. Schulhaus Buchen.
29. Okt. 1958:
Erste Sitzung des TV Staad mit EVSt. und Kantonalturnverband zur Gründung eines Aktionskommite zur Förderung des Turnhallenbaus in der Gemeinde Thal.
21. Nov. 1958:
IV. Sitzung mit Besprechung bereits vorliegender Projekte von Hr. K.W. Gehrig.
4. Dez. 1958:
Gründung des Aktionskommite Staad.
28. Jan. 1959:
Erwiterung des AK. zusammen mit Thal.
20. März 1959:
IXV. und letzte Vollsitzung des Aktionskommites. Beginn der Unterschriftensammlung für die Initiative. Es ergibt 453 Unterschriften.
2.3.4. April 1959:
Oeffentliche Orientierungsversammlungen in Staad, Thal und Altenrhein, mit reger Beteiligung der Stimmbürger.
24. Mai 1959:
Abstimmung über die Turnhallenvorlage mit einem Kredit von 350.000.-- Fr. Ergebnis: 491 Ja 339 Nein
2. April 1960:
Schlüsselübergabe und Einweihungsfeier in Thal.
Juni 1960:
Schlüssellübergabe in Buchen -Staad.
2.3.Juli 1960:
Offizielle Einweihung verbunden mit Volks- und Kinderfest in Buchen-Staad.


Bauphasen der Turnhalle
Ein grosser Teil der Turnwiese wurde in 685 registrieretn Fronstunden erstellt (Bild rechts unten)

Den Höhepunkt unseres Vereinsjahres 1957 bildete das Bezirksturnfest in Goldach. Schon frühzeitig übten wir auf diesen Anlass. Leider mussten wir manche Turnstunde wegen dem schlechten Wetter zu früh abbrechen oder sogar in unser Kellerlokal verlegen. Am 6./7. Juli erarbeiteten wir bei tropischer Hitze mit zwölf Turnern am Gerät Barren und im Pferd-Sprung die respektable Note von 143,86 Punkten. Besonders hervorzuheben ist, dass es für die Hälfte der Wettkämpfer das erste Fest war, das Durchschnittsalter lag unter 20 Jahren. Stolz durften wir unser neues Banner durch die Strassen führen. Als Einzelturner beglückwünschten wir unseren Jugileiter Walter Lengweiler in Kunst B zum schönen 7. Rang.
Der Maibummel wurde in aller Hergottsfrühe gestartet. Leider fehlte manchem der Mut, sich bei zweifelhaftem Wetter aus den warmen Federn zu heben, um trotzdem dabei zu sein. 17 Aktive und 9 Damenturnerinnen wagten die schöne Bergtour auf den Schäfler, wobei uns leider eine kalte Dusche nicht erspart blieb.
Am 8. September 1957 gelang uns bei strahlendem Sonnenschein das Schlussturnen, das aus einem Achtkampf bestand. Als Sieger durften wir Erich Tobler bei einem gemütlichen Hock feiern.
Im Vordergrund des Jahres 1958 stand wohl das Kantonale Turnfest in St.Gallen, an dem wir die schöne Punktzahl von 143,31 erreichten. Zum erstenmal wagten sich auch unsere Turnerinnen an das kantonale Fest. Vorgängig besuchten unsere Einzelturner das Vorarlbergische Landesturnfest in Dornbirn. Die fünf Turner Werner Tobler, Erich Tobler, Renzo Hildebrand, Karl Denoth und Hans Dornbierer kehrten lorbeergeschmückt nach Hause. Zur Entspannung und Lockerung griff man öfters zur Stechschaufel, denn unser Turnplatz musste einer Verschönerung unterzogen werden. Auch wurde unser bescheidener Geräteraum erweitert. Ausserdem besuchten unsere Einzelturner den St.Gallisch- Appenzellischen Leichtathletiktag in St.Margrethen und den Kunstturnertag in Au. Am Schlussturnen beteiligten sich 13 Turner, wobei sich Noldi Matter und Karl Dudler als Kampfrichter stellten. Aus dem Achtkampf gingen Erich Tobler, Ernst Fischer und Max Keller als Sieger hervor.Eine besondere Anstrengung erforderte die Turnfahrt, welche uns von Mels über den Heidelpass nach Weisstannen führte. Die 1. Augustfeier in Buechen, der Familien- sowie der Klausabend waren wiederum weitere Höhepunkte des Jahres.
Seit Beginn des Vereinsjahres 1959 amtet Franz Dudler als Präsident. Unter der strammen und zielbewussten Leitung von Ernst Fischer zogen wir am 10. Juli an das Eidgenössische Turnfest nach Basel, wobei wir in der 7. Stärkeklasse mit 143,26 Punkten den 35. Rang von 70 Vereinen errangen. Zur Finanzierung der Fahrtkosten und Festkarte führten wir eine Altpapiersammlung durch, welche den schönen Betrag von Franken 600.- ergab. Mit grossem Erfolg nahmen unsere Einzelturner an den kantonalen Leichtathletikmeisterschaften in Gossau, am Thurgauischen Einzelturntag in Bürglen sowie am St.Gallischen Einzelturntag in Mels teil. Beim Schlussturnen gelangte wiederum ein Achtkampf zur Austragung, an dem Ernst Fischer knapp vor Erich Tobler und Renzo Hildebrand als Sieger erkoren wurde.

Der Staader Orientierungslauf wird ins Leben gerufen
Das festfreie Jahr 1960 brachte uns unter Leitung unseres neuen Oberturners Erich Tobler viele fröhliche Stunden gemeinsamen Beisammenseins. Umso intensiver waren die Vorbereitungsarbeiten für die Turnhalleneinweihung und die Abendunterhaltung. Für die überaus grosse Einsatzfreudigkeit und Arbeit durften wir Robert Schallenberger, den Präsidenten des Initiativkomitees Turnhallenbauten Thal, als Dank und Anerkennung zum Ehrenmitgljed ernennen. Mit einem überaus schönen und noch nie erreichten Resultat von 144,06 Punkten kehrten unsere Turner am 1. Juli 1961 vom Bezirksturntag in Rüthi in ihre heimatlichen Gefilde zurück. Mit diesem Erfolg hat unser Oberturner Erich Tobler seine Feuertaufe glänzend bestanden. Zum zweiten Male starteten wir zum Staader Orientierungslauf, zudem auch die Nachbarsektionen zum Mitmachen eingeladen wurden, es beteiligten sich 49 Turner. Als Sieger wurde Urs Meyer aus Rheineck erkoren, während Ruedi Matter den 3. Rang belegte. Erstmals führten wir dieses Jahr das Schlussturnen als reinen Hallenwettkampf durch. Lobenswert ist der Einsatz und die Disziplin unserer 20 Kämpfer. Als Einzelturner beteiligte sich Max Keller am Kantonalen Appenzellischen Kunstturnertag in Walzenhausen. Er errang seinen ersten Lorbeerkranz in Kunst A. Beim Rheintalischen Bezirksturntag in Rüthi klassierte er sich im 4. Rang. Beim schweiz. Orientierungslauf des KTV St.Gallen-St.Georgen belegten wir den 5. Rang und beim Rorschacher sogar den ersten.
Das neue Vereinsjahr 1962 begann mit der Teilnahme am Turnerskitag in Krummenau. Die Leichtathleten besuchten den Beni-Nagel-Lauf in St.Gallen während andere Turner am wohlgelungenen Nachtorientierungslauf in Rorschach teilnahmen. Als Hauptprobe für das Kantonale Turnfest in Flawil besuchten wir den Vorarlberger Landesturntag in Lustenau. Mit 144,03 Punkten erreichten wir ein sehr beachtliches Resultat. Unter den wilden Wirbeln des Tambours Käri Wiedmann zogen wir geradewegs in den Kampf zum Kantonalen Turnfest in Flawil. Wir klassierten uns in der 6. Stärkeklasse im 9. Rang mit 144,62 Pkt. Bei strömendem Regen starteten wir am 25. August zur obligaten Turnfahrt. Sie führte uns über Walenstadt-Walenstadterberg-Berggasthaus Schrina-Hochruck zum idyllischen Dorf Quinten, von wo uns der Präsident Franz Dudler persönlich mit einem Motorboot durch einen Sturm sicher nach Walenstadt gesteuert hat. Dies ist ja nur einem Altenrheiner «Scheffmann» möglich.
Anlässlich der Delegiertenversammlung vom 27. Oktober 1962 des Kreisverbandes Rheintal in Widnau wurde unser Mitglied Hansruedi Tobler, ein Staader, in eine höhere Turnerbehörde gewählt. Ihm wurden bei dieser Gelegenheit die Finanzen anvertraut, die er volle 10 Jahre betreute, um nachher 5 Jahre als Präsident zu wirken. Als Dank für die grossen Verdienste im Turnverein wurde Hansruedi Tobler an der Hauptversammlung zum Ehrenmitglied erkoren. Am 11. Oktober begleiteten wir unsern Gründer und Ehrenmitglied Paul Mariacher zu Grabe.

Turnfahrt anlässlich der Bodenseegfrörni
Das Jahr 1963 brachte uns das Eidgenössische Turnfest in Luzern. Doch bevor es soweit war, füllten wir unsere Zeit aus mit fröhlichen Schlittenfahrten. Der ordentliche Maibummel führte uns ins Appenzellerland und beim zur Tradition gewordenen Staader Orientierungslauf stellten sich 40 Läufer. Als einmalig dürfte die Ueberquerung des Bodensees sein. Im Winter 1962/63 fror unser See vollkommen zu. Diese «Seegförni» benutzten einige Turnkameraden, um zu Fuss, auf Schlittschuhen, per Velo, Moped oder Töff ans deutsche Ufer zu gelangen. Diese Ueberquerung des Bodensees auf Eis dürfte wohl in unserer Geschichte einmalig sein. Oder ob es welche bereits ahnten, dass diese Reise ein Ersatz für unsere Turnfahrt werden könnte?
Zur Finanzierung des Eidgenössischen Turnfestes wurde wiederum eine Papier- und Altstoffsammlung durchgeführt. Dank verschiedener Spenden und Gratistransportmitteln konnte ein Reinerlös von Franken 1487.55 erzielt werden. Unter umsichtiger Leitung von Oberturner Erich Tobler wurde frühzeitig mit den Vorbereitungen auf das grosse Fest begonnen. Wir nahmen an einem Vergleichswettkampf mit dem Turnverein St.Gallen-St.Georgen teil. Als Rückkampf wurde ein Spieltag in Staad durchgeführt. Freitag, den 28. Juni, war es dann so weit. Der Wettergott schien nicht die beste Laune zu haben, was aber von den Turnern schon gar nicht gesagt werden konnte. Beim freigewählten Teil mussten wir schon wegen des starken Windes nach einer Verspätung von einer halben Stunde antreten. Trotzdem erreichten wir im Wettkampf C von 201 Vereinen in der 7. Stärkeklasse den 65. Rang mit 144,12 Punkten.


Eidgenössisches Turnfest 1963 in Luzern

Erstmals Schlussturnen mit Thal und Rarschacherberg
Das Schlussturnen führten wir dieses Jahr gemeinsam mit unseren Nachbarsektionen Thal und Rorschacherberg in Buechen durch. Erstmals beteiligten wir uns an einem Korbballturnier in Heerbrugg, an dem wir von 13 Mannschaften im 6. Rang landeten. In dieses Jahr fällt auch der Rücktritt von Oberturner Erich Tobler.
An den Rheintalischen Turntagen 1964 in Heerbrugg beteiligten wir uns mit 2 Gruppen. Das grosse internationale Landesturnfest in Lustenau bestritten 8 Staader-Turner. Wenn auch der Erfolg nicht der erhoffte gewesen war, so durften sie sich trösten, einige frohe Stunden ennet dem Rhein verbracht zu haben. Am 5. Juli feierte unsere Nachbarsektion TV Rorschacherberg die erste Fahnenweihe. Wir nahmen geschlossen mit unserer Fahne am wohlgelungenen Festumzug und Festakt teil. Die letztes Jahr wegen schlechtem Wetter ausgefallene Turnfahrt ins Parsenngebiet wurde am 5./6. September nachgeholt. An dieser wunderschönen Tour beteiligten sich 18 Turner und 10 Turnerinnen. Am 25. Oktober fand in Rorschacherberg das gemeinsame Schlussturnen statt, an dem unser Aktiver Beni Hutter bereits zum 2. Male als Sieger erkoren werden konnte. Im August 1964 wurde in Altenrhein eine Männerriege gegründet, die sich als Unterriege des Turnvereins Staad dem ETV anschloss.
Die 58. Hauptversammlung vom 23. Januar 1965 im Restaurant Sternen brachte einen Präsidentenwechsel. Nach 6-jähriger Präsidialzeit wurde unser Franz Dudler amtsmüde und übergab seinen Posten Hansruedi Tobler. Am 21. Februar nahmen 7 unentwegte Staader am Kantonalen Skitag in Unterterzen teil. Während Karl Dudler, Staad und Karl Dudler, Altenrhein in die Medaillenränge fuhren, blieben die übrigen auf der Strecke. Wie man aber zu berichten wusste, sollen Werner Wyler und Roland Bernardi über unglaublich schnelle Skier verfügt haben und sollen daher kurz vor Kontrollschluss im Ziel eingetroffen sein. Der 5. Staader Orientierungslauf wurde vom damaligen Oberturner Erich Tobler ausgesteckt und am 24. April durchgeführt. Das Hauptgewicht der turnerischen Tätigkeit stand in den Vorbereitungen zum Rheintalischen Verbandsturnfest in Kriessern. Unser neuer Oberturner Werner Wyler bereitete die Staader Turner gründlich vor. Am 19./20. Juni bestritten wir den Wettkampf C mit 12 Turnern, wobei eine Totalnote von 144,03 Punkten erzielt werden konnte. Am 26. September wurde das Schlussturnen in Thal organisiert, das zusammen mit den Rorschacherberger und Thaler Turnkameraden zu einem wahren Triumph wurde. Bei einer Beteiligung von 14 Turnern aus Staad stellten wir gleich ein ganzes Siegertrio. Die alljährliche Abendunterhaltung stand unter dem Motto: «Circus Hockus-Pockus». Die St.Gallischen Mehrkampfmeisterschaften wurden vom Turnverein Staad mit 8 Mann beschickt. Die Jahresmeisterschaften gewann zum zweiten Mal unser Oberturner Werner Wyler mit 135 Punkten.
Der 16. April 1966 brachte uns wiederum den Orientierungslauf, der bereits zum sechsten Mal durchgeführt wurde und der Maibummel führte eine fröhliche Turnerschar ins nahe Appenzellerland. Am 25./26. Juni besuchten wir das Vorarlbergische Landesturnfest in Gisingen, sozusagen als Probegalopp auf das Kantonale Turnfest. Der Sektionswettkampf wurde von 12 Mann mit einem Endresultat von 146,60 Punkten bestritten. Mit Privatautos fuhren wir in einem unbeschreiblichen Wolkenbruch-Sintflutregen nach Balgach. Erst eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn stellte Petrus die Regengüsse ein. In der Folge geschah dann das fast Unglaubliche, das Kantonalturnfest Balgach wurde zu einem der schönsten Feste in seiner Art. Die Tage vom 8.-10. Juli waren für uns Jubeltage, erreichten wir doch unter der Leitung unseres Oberturners Werner Wyler das Glanzresultat von 143,61 Punkten.
An den Kantonalen Mehrkampfmeisterschaften in Wattwil vom 20./21. August war Staad mit 7 Wettkämpfern vertreten und am Kantonalen Spieltag in Walenstadt vom 28. August errang unsere Mannschaft im Korbball-Turnier Kategorie B den 5. Rang. Auf den 16. Oktober hatten wir das Schlussturnen in Buechen zu organisieren, wobei die Staader in klarer Sache die ersten acht Ränge belegten. Die Jahresmeisterschaft gewann erneut Oberturner Werner Wyler. Damit kommt der Wanderpreis endgültig in seinen Besitz.

Der Wille zum Wagnis
Die ganze Aufmerksamkeit galt 1967 dem Eidgenössischen Turnfest in Bern, das vom 22. bis 25. Juni bei prächtigstem Festwetter durchgeführt werden konnte. Die Vorarbeiten unter der Leitung von Oberturner Werner Wyler begannen schon im Winter und wurden zusätzlich mit zwei Trainingsabenden in Rorschach und je einer Inspektion in Au und Rorschach ergänzt. Wir waren gut vorbereitet und marschierten am 23. Juni zuversichtlich mit Trommelklang und unter Abfeuern von "Steiner'schen" Raketen zum Bahnhof. Die sehr guten KörperschulungsÜbungen, bei denen die Note von 48,90 Punkten erreicht wurde, spornte unsere Schar zu weiteren guten Leistungen an und man begann fieberhaft zu liebäugeln mit einer Gesamtnote von 145. Die Hoffnungen wurden jedoch durch das Resultat vom freigewählten Teil, bestehend aus Barren ganze Sektion, Hochsprung 9 Mann, Weitwurf 500 g 3 Mann, noch weit übertroffen, sodass das Endresultat schliesslich 146.21 Punkte lautete. Dieses stolze Resultat, das übrigens noch nie erreicht wurde, brachte uns in der 7. Stärkeklasse in der Kat. C auf den beachtlichen 11. Rang von insgesamt 220 Sektionen, wobei die Noten zwischen 140,93 bis 146,95 schwankten. Gesamtschweizerisch stehen wir von 1253 Sektionen im 127. Rang. Am freiwilligen Turnerdreikampf holten sich Beni Hutter, Hans Hutter, Ernst Huber und Albert Leberer das begehrte goldene Turnkreuz. Nach drei glanzvollen Tagen, erlebnisreich und unvergesslich für alle, wie es im Jahresbericht unseres Präsidenten Hansruedi Tobler heisst, kehrten sie am Sonntagabend wieder heim. Unvergesslich bleiben natürlich auch jene Stunden, die sie anschliessend nach dem herzlichen Empfang noch in den Räumen des Gasthauses Weisses Rössli weiter erleben durften.


Turnfahrt 1967 nach Tschiertschen

Die Aussenanlagen entstehen
Nach dem Turnfest galt es vor allem alle Hebel in Bewegung zu setzen, um den Turnplatzausbau einer Entscheidung entgegen zu führen. Am 20. August stimmte die Bürgerschaft dem Begehren zu, wonach der Turnplatz Buechen mit einem Kostenaufwand von Fr. 103000.- ausgebaut werden soll. Bis zur Abstimmung lastete der grösste Teil der Vorarbeiten auf uns, da der Gemeinderat die Lösung der Aufgabe uns übertrug. Am 10. September feierte der St.Gallische Kantonalturnverband sein 100-jähriges Bestehen. Am Jubiläumsprogramm wirkte auch der Turnverein Staad mit. Einmal waren wir als Fischer verkleidet und einmal exerzierte der Altenrheiner Hauptmann Franz Dudler mit seinen Soldaten den Gardez-vous-Fix-Reigen durch. Diese, in Genauigkeit und Ausführung einwandfreie Vorführung wurde geradezu zum Höhepunkt des Unterhaltungsteils und gereichte dem Turnverein Staad zur Ehre. Der Kantonalspieltag vom 27. August wurde von der Männerriege Widnau organisiert, und die Turnfahrt vom 2./3. September führte uns nach Tschiertschen.

Das «weisse Rössli» wird Stammlokal
Die ersten Tätigkeiten im Vereinsjahr 1968 waren die Teilnahme am Kantonalen Skitag in Grabs, ein fröhlicher Maskenball der Ortsvereine im «Weissen Rössli» mit gleichzeitiger Einweihung des neuen Fahnenkastens und der 8. Orientierungslauf. Am Rheintalischen Turntag in Grabs versuchten sich 16 Aktive im Einzelturnen. Auch der Kantonale Spieltag in Bütschwil vom 25. August ging in Szene. Die Turnfahrt führte in den Alpstein. Wohl ein schöner Markstein in der Geschichte des Turnvereins dürfte der 21. September sein, galt es doch, die neu erstellte Turnanlage in Buechen einzuweihen. Schon am Morgen, als die Schuljugend zu einem friedlichen aber begeisterten Wettkampf antrat, setzte bald feines Nebelrieseln ein, das sich dann in einen währschaften Landregen einliess. Trotzdem wurde auch das Nachmittagsprogramm mit Leichtathletik für Aktive, Damen und Jedermann durchgeführt. Der umsichtige und erfolgreiche Oberturner Werner Wyler wird abgelöst durch Peter Rohner.

Den Reigen des Vereinsjahres 1969 eröffnete den Maskenball im «Weissen Rössli». Der 26. April brachte uns den 9. Staader Orientierungslauf und am 31. August verbrachten wir den Spieltag in Walenstadt. Eine herrliche Turnfahrt vom 13./14. September führte uns ins Bündnerland, hinauf nach St.Peter-Faninpass-Fideriser Heuberge nach Fideris. Das Schlussturnen der Vereine Thal, Rorschacherberg und Staad war dieses Jahr unserem Verein anvertraut.


Verbandsturnfest 1969 mit Jugi-Fahnen-Weihe
Rheintalisches Verbandsturnfest mit Weihe der Jugifahne
Den Höhepunkt bildete zweifellos das Rheintalische Verbandsturnfest, verbunden mit der Weihe der Jugi-Fahne. Am 27./28. Juni erlebten die Rheintalerturner in Staad zwei herrliche Tage. An der Organisation liess sich nichts rütteln, was auch aus dem erfreulichen Reingewinn ersichtlich ist. Auf diesen Anlass hin schaffte Franz Reumer jun. unser erstes, vielbeachtetes Vereinssignet.


Mit Beginn des Jahres 1970 zählte der Turnverein 28 Aktive. Die geselligen Zusammenkünfte wurden ebenfalls gefördert, den Staader Maskenball kann man nicht mehr wegdenken. Aus der Tätigkeit des Vereins in diesem Jahr sei folgendes festgehalten: 10. Orientierungslauf, Besuch des Regionalturnfestes in Mels vom 21. Juni, Besuch des Landesturnfestes Hohenems vom 11./12. Juli und des Kantonalspieltages in Schaan. Nach nur einjähriger Tätigkeit tritt Peter Rohner als Oberturner zurück und übergibt dieses Amt an Ernst Huber.
Aus den Jahresberichten des Präsidenten und des Oberturners ist ersichtlich, dass auch 1971 ein arbeitsreiches Jahr war. Das erste Halbjahr galt dem Kantonalturnfest in Wattwil, von wo die Staader dank guter Vorbereitung mit einem sehenswerten Resultat von 112,80 Punkten heimkehrten. Die Jahresmeisterschaften 1971 wurden mit 130 Punkten von Ernst Huber gewonnen, gefolgt von Franz Koller mit 124,5 Punkten und Markus Kuhn mit 122 Punkten. In diesem Jahr führte der Eidg. Turnverband eine neue Punktebewertung ein.
Vom 22. bis 25. Juni 1972 besuchten wir das Eidgenössische Turnfest in Aarau. An diesen Wettkämpfen beteiligte sich auch unsere Damenriege. Nachdem wir uns freiwillig für den Wettkampf am Donnerstagnachmittag meldeten, konnten wir im Hochsprung und Lauf die erhoffte Punktzahl nicht erreichen. Als Abschluss kam dann gegen Abend noch das Körperschuldoppelprogramm zur Austragung. Dieses brachte die zweithöchste Tagesnote ein. Doch dieses Resultat von 112,59 Punkten liess uns nicht erschrecken. Am folgenden Tag unternahmen wir eine kleine Vereinsreise nach Solothurn und Biel, verbunden mit einer Dreiseenrundfahrt. Die Turnfahrt vom 16./17. September brachte uns auf den Ruhsitz-Stauberenkanzel-Plattenbödeli-Brülisau.

Zusammenschluss der Turnerinnen und Turner
Ein besonderer Meilenstein in der Vereinsgeschichte ist der Zusammenschluss der Damenriege, der Knaben- und Mädchenriege an die Aktiven.
Zwischen den Vorbereitungen zum Landesturnfest in Lustenau trugen wir am 28. April 1973 den traditionellen Staader Orientierungslauf aus, an dem 44 Turner, Turnerinnen und Schüler teilnahmen. Der Sektionswettkampf gliederte sich in vier einzelne Wettkampfteile, nämlich Körperschuldoppelprogramm, als zwei Wettkampfteile, Pendelstafette und Barrenübung, was uns das Endresultat von 111 ,74 Punkten einbrachte. Am Kantonalen Spieltag in St.Gallen erkämpften sich die Staader den 4. Platz. Die Durchführung des Schlussturnens fiel dem Turnverein Rorschacherberg zu. Staad konnte den Erfolg vom letzten Jahr wiederholen. Es siegte abermals Ernst Huber mit 132,20 Punkten, Bruno Koller mit 130,70 Punkten und Willi Schlegel mit 130,30 Punkten.
Die Resultate am Rheintalischen Verbandsturnfest in Rüthi vom 6./7. Juli 1974 fielen unterschiedlich aus. Während die Damenriege mit den Sektionsvorführungen in den vorderen Rängen landete, mussten wir uns mit einem bescheideneren Rang begnügen. In einem besonderen Festumzug überbrachte der Turnverein Staad am Samstagnachmittag die Verbandsfahne auf den Festplatz, wo sie in einer schlichten Feier dem Turnverein Rüthi übergeben wurde. Der Turnverein Staad Übernahm das Banner als letzter Festort des Verbandturnfestes 1969. Nebst dem Verbandsturnfest wurden weitere Anlässe besucht oder gar organisiert: am 26. April der Staader Orientierungslauf, am 24. August der Kantonale Spieltag und am 5. Oktober das Schlussturnen mit Thal und Rorschacherberg, wobei erstmals die Damenriegen mit dabei waren. Infolge Rücktritt des Oberturners Ernst Huber wird neu Bruno Koller in dieses Amt gewählt.
Am Kantonalen Turnfest in Rorschach vom 13.-15. Juni 1975 konnten wir uns in der 8. Stärkeklasse mit total 112,78 Punkten im 13. Rang halten. Viel Glück war auch der Damenriege Staad beschieden. Im Sektionswettkampf B, bestehend in Pflichtgymnastik und freigewähltem Wettkampfteil konnten sie sich den Turnfestsieg sichern, indem sie mit 58,40 Punkten im Wettkampf B die höchste Note erreichte.

Wetterpech am Kreis-Jugi-Tag
Bei der Organisation des Kreisjugendriegentages hatten wir kein Wetterglück. Ein Tag vor Festbeginn fegte ein orkanartiger Sturm unsere Festhütte weg, sodass wir uns kurz entschlossen auf den Turnhallenbetrieb umzustellen. Unter einem Grosseinsatz des ganzen Vereins und vieler Helfer wurde am Donnerstagabend die Turnhalle Buechen in eine Festhalle umgewandelt. Eine leichte Föhnstimmung liess schliesslich den Sonntag zu einem schönen Herbsttag werden. Rund 800 Mädchen und Buben kämpften in verschiedenen Wettkampfarten um die Medaillen, wobei auch unsere Mädchen- und Knabenriege wacker mitmixten. Trotz des Wetterpechs war aber der ganze Anlass ein Erfolg, auch in finanzieller Hinsicht. Die Turnfahrt führte uns am 20./21. September nach Näfels -Mollis und auf die Fronalp. Die Durchführung des Schlussturnens fiel uns zu. Bei diesem Treffen massen sich die Turnvereine Thal, Rorschacherberg, Staad und das erste Mal auch der Turnverein Rorschach-Stadt in den üblichen Disziplinen. Ernst Huber gewann bereits zum 7. Mal das Schlussturnen.

Erster Jugi-Cup-Final in Staad 1976
Die ersten Monate des Jahres 1976 benützten wir vor allem für die Vorbereitungen zum Vorarlberger Landesturntag in Dornbirn. Bereits am 16./17. Februar bot sich uns die Gelegenheit, mit dem Turnverein Thal zu einem Ski-Weekend in Obersachsen und am 4. Mai starteten wir wiederum zum Orientierungslauf. Trotz der guten Beteiligung war der Anlass dieses Jahr mit einem Defizit zu beklagen. Während der Zeit vom 10./11. Juli beteiligten wir uns am Vorarrberger Landesturntag in Dornbirn. Bei diesem Anlass trat auch unsere Damenriege auf, welche in der 3. Stärkeklasse den fabelhaften 4. Rang erzielte. Der Final Kantonaler Jugi-Cup in Staad vom 3.-5. September, organisiert durch den Turnverein Staad, war ein Grossanlass. Mit einem fröhlichen Fischessen in der Turnhalle begannen am Freitagabend die Festlichkeiten und entfalteten sich zu einem eigentlichen Dorffest. Für den Samstagabend wurde ein Tanzabend durchgeführt und am Sonntag fand dann der Jugi-Final statt. Rund 1600 Mädchen und Buben waren in Buechen anwesend und kämpften in einer oder mehreren Disziplinen um den Sieg. Wie wichtig der Jugi-Cup eingeschätzt wurde, zeigte auch die illustre Gästeschar mit Regierungsrat Ernst Rüesch an der Spitze.
Am Samstag, den 28. August, fand in Thal der Kantonale Spieltag statt. Wir starteten mit einer Mannschaft in der Kat. B, hatten aber einen schwarzen Tag und stiegen ins C ab. Das Schlussturnen wurde dieses Jahr durch den Turnverein Rorschacherberg organisiert. Der Erfolg des letzten Jahres wiederholte sich mit dem Sieg von Ernst Huber, wobei auch die Staader Mannschaft mit dem 1. Rang geehrt wurde. Die Turnhalle bedarf einer dringenden Renovation und Umbau. Am 13. Juni stimmten die Stimmbürger und -Bürgerinnen der Gemeinde Thal diesem Plan mehrheitlich zu. Unumgänglich war der Anbau eines neuen und grösseren Geräteraumes, Umbau des bestehenden Geräteraums in eine Garderobe und Lehrerzimmer, grösserer Duscheraum mit mindestens 12 Brausen, Anbau einer dritten Garderobe und Anschaffung verschiedener Geräte.


Bündner-Glarner Kantonalturnfest 1977 in Näfels

Ein fröhliches Ski-Weekend mit den Rorschacher Turnkameraden im Bündnerland eröffnete das Vereinsjahr 1977. Der Orientierungslauf nahm seinen normalen Ausgang, und zum Maibummel wurde dieses Jahr am 19. Mai geblasen. Das erste Hauptziel war jedoch das Rheintalische Verbandsturnfest im lichtensteinischen Balzers vom 11./12. Juni. Dieses Fest wurde auch mit dem Oberländerverband durchgeführt. Sowohl Damenriege, als auch die Aktiven beteiligten sich erfolgreich am Sektionswettkampf. Die absolut höchste je erreichte Punktzahl von 115,2 zeigte deutlich, dass sich die Turner gut vorbereitet hatten. Dieses Resultat reichte für den fabelhaften 2. Rang in der 7. Stärkeklasse. Auch unsere Turnerinnen wurden ihrem guten Ruf gerecht, erzielten sie doch von 32 Riegen insgesamt den guten 4. Rang mit 118,10 Punkten.
Auf den tadellosen Sportanlagen im Sportzentrum Glarner-Unterland haben die Aktiven am 2. Juli anlässlich des Bündner-Glarnerischen Kantonalturnfest in Näfels tüchtig «zugeschlagen». Mit guten 115,01 Punkten gelang es den Staader Turnern mit grossem Einsatz, den Kategoriensieg zu erkämpfen. Einmalmehr wurde die Turnfahrt vom 10./11. September im Bündnerland ein Erlebnis besonderer Art. Die Wanderung ging von Klosters zur Serneuser-Schwendi nach Parsenn-furgga-Casannapass-Grüensee-Duranapass-Fiedriser Heuberge und Fideris. Der 9. Oktober brachte den Turnerinnen und Turnern das traditionelle Schlussturnen.

Sieg der Turnerinnen in Genf


Eidgenössisches Turnfest 1978 in Genf

Höhepunkt des Jahres 1978 waren die prachtvollen Schweiz. Frauenturntage vom 16.-18. Juni und das Eidgenössische Turnfest vom 22.-25. Juni in der Rhonestadt Genf. Die Erfolge der Sektion, der farbenprächtige Festumzug, die sauberen Vorführungen der Aktiven, Männer, Frauen und Jungturner lassen jedes Turnerherz höher schlagen. Sie demonstrieren eindrücklich Grösse und Kraft des ETV. Was die Turnerinnen unter der umsichtigen und kundigen Leitung von Uschi Eisenegger schliesslich am 17. Juni erreichten, hatten sie sich in keiner Weise träumen lassen. Mit dem dritthöchsten Sektionsresultat aus der ganzen Schweiz wurden sie Kategoriensieger in der 3. Stärkeklasse.


Kategoriensiegerinnen am Eidg. Turnfest 1978 in Genf

Für die Aktiven ging dem Eidgenössischen Turnfest in Genf vom 22.-25. Juni ein viertägiges Trainingslager in Näfels voraus, das nicht nur konditionelle Erfolge brachte, es pflegte auch die Kameradschaft, die dem Verein viel Zusammengehörigkeit gab. In Genf wurde bis zum Wettkampfbeginn eiserne Disziplin beachtet. Aber uns Staadern geschah schon beim ersten Wettkampfteil am frühen Samstagmorgen ein Missgeschick. Vor lauter Begeisterung und Siegerwillen mussten wir uns im Hochsprung eine Null schreiben lassen, was natürlich in der Notengebung nicht mehr aufzuholen war. Trotzdem reichte es noch zu 113,55 Punkten und trug den 27. Rang in der 12. Stärkeklasse ein. Unser Oberturner Bruno Koller führte unsere Turnerschar am 3.September zur Schweizermeisterschaft im Sektionsturnen nach Näfels. An diesem turnerischen Erlebnis erzielten wir mit einer Note von 28,40 den 15. Rang. Am 2. Internationalen Vierstädtewettkampf östlicher Bodensee am 1. Oktober in St.Gallen nehmen die Mannschaften aus den Städten Lindau, Friedrichshafen, Bregenz-Dornbirn und St.Gallen teil. Für das Kunstturnen kann die Riege aus Staad antreten und erreicht den 2. Rang hinter Bregenz-Dornbirn, die mit dem Nachwuchskader angetreten war. Das Schlussturnen fand in Thal statt und zeigte eine klar dominierende Staader Mannschaft. Unter dem Motto «Expedition Genf" geht am Samstag, den 4. November wohl die erfolgreichste Abendunterhaltung, die der Turnverein je hatte, über die Bühne.

Erneut Organisator Jugi-Cup-Final
Das Vereinsjahr 1979 stand wiederum im Zeichen des kantonalen Jugicup, welcher am 1./2. September 1979 auf den Sportanlagen Bützel in Buechen zur Austragung kam. Bei idealsten Turnverhältnissen, ja sogar bei schönstem Wetter konnte der Anlass durchgeführt werden. Nebst diesem Grossanlass fand ebenfalls wieder ein Ski-Weekend im Parsenngebiet, der Kantonale Crosslauf in Thal am 17. März, der Staader Wandertag, das Schlussturnen und eine Turnfahrt nach Magglingen statt. Die Turnerinnen nahmen mit Erfolg am Stadtzürcher Turnfest in Witikon teil und der Lindtverband hat unsere Turnerinnen und Turner zum Turnfest nach Rapperswil eingeladen. Unser Programm bestand aus einem Vier-Wettkampf. Auch am Vorarlberger Landesturnfest in Lustenau vom 7./8. Juli durften wir ein brillantes Schlussresultat erwirken.

Kategoriensieg am Verbandsturntag in Altstätten
Das Jahresprogramm 1980 brachte uns Turnern die Teilnahme am Kreisturnfest Hinterthurgau in Balterswil, das Rheintalische Verbandsturnfest in Altstätten, das gemeinsame Schlussturnen, eine Abendunterhaltung und vor allem die Vorbereitungen auf das Jubeljahr 1981. Als gesellige Anlässe standen ein Ski-Weekend auf der Lenzerheide, die Schiffsparty auf dem Bodensee, der 3. Staader Wandertag und die zweitägige Turnfahrt ins Pizolgebiet sowie der Kläuslerhock auf dem Programm. Das Verbandsturnfest Hinterthurgau in Balterswil vom 4./5. Juni 1980 galt gleichzeitig als Vorübung auf das Rheintalische Verbandsturnfest in Altstätten. Mit 114,78 Punkten in der 6. Stärkeklasse errangen wir von 23 Sektionen den 3. Rang. Dieses erfreuliche Resultat gab uns allen erneuten Auftrieb. Guten Mutes traten die Aktiven am 21./22. Juni 1980 den Wettkampf am Rheintalischen Verbandsturnfest in Altstätten an. Mit 116,04 Punkten sicherten wir uns einen klaren Kategoriensieg vor Diepoldsau und Frümsen, das natürlich zur eitlen Freude gereichte. Damit war auch eine Leistungssteigerung zu verzeichnen.
Die Damenriege bestritt den zweiteiligen Wettkampf B in der 3. Stärkeklasse und wählte nebst der Pflichtgymnastik als zweite Disziplin das Bodenturnen. Mit einem Endresultat von total 116,82 plazierten sie sich hinter Berneck an 2. Stelle. Im Einzelturnen durften 8 Turnerinnen die begehrten Medaillen in Empfang nehmen.

Start ins Jubiläumsjahr
An der Jubiläums-Hauptversammlung vom 26. Jan. 1981 im «Flughafen» wird der definitive Beschluss gefasst, aus Anlass des 75-jährigen Bestehens unseres Vereins gleich an drei Kantonalturnfesten im Sektionswettkampf teilzunehmen. Unser Oberturner Bruno Koller verstand es, eine Mannschaft vorzubereiten, die in der Folge durch vorderste Ränge an allen drei Wettkämpfen glänzten.

Tessiner Kantonalturnfest mit Jubiläumsausflug


Tessiner Kantonalturnfest 1981 in Locarno

Ueber das Auffahrtwochenende waren die Damenriege und die Aktiven auf ihrer 75-Jahr-Jubiläumsreise mit Ziel Tessin. Gleichzeitig fand in Locarno das 30. Tessiner Kantonalturnfest statt. Die Aktiven bestritten einen Dreikampf bestehend in Körperschule Doppelprogramm sowie einem Pendellauf über 100 m. Bei einem Maximum von 90 Punkten erreichten wir 86,72 Punkte und klassierten uns in der 4. Stärkeklasse bei den Gastsektionen im 2. Rang. Von den insgesamt 137 klassierten Sektionen bedeutete dies der 12. Rang. Die Turnerinnen bestritten als Sektionswettkampf eine Reifengymnastik, welche von den Kampfrichterinnen ungewohnt streng beurteilt wurde. Mit der Note 6,0 reichte es aber immer noch für einen guten Mittelplatz, nämlich den 10. Rang von 19 Sektionen.
Ein besonderes Erlebnis war der eigentliche Jubiläumsausflug. Mit einem Schnellboot liess sich die muntere Schar über Ascona-Brissago-Luino nach Stresa führen, um von dort den borromeischen Inseln, der Isola Bella einen Besuch abzustatten.

Höchstleistungen in Mels und Landquart
Am 20./21. Juni 1981 weilten unsere Turnerinnen und Turner in Mels, um am St.Gallischen Kantonalturnfest in den Sektionswettkampf einzusteigen. Mit 116,11 Punkten wurde ein Resultat erreicht, das sogar zum Kategoriensieg in der 7. Stärkeklasse führte, in der 45 Vereine klassiert wurden. Die Turnerinnen bestritten den Wettkampf C in der 3. Stärkeklasse mit 10 Turnerinnen, bestehend in freigewählten MinitrampsprÜngen und obligatorischer Reifengymnastik. Mit einer Note von total 16,70 Punkten klassierten sie sich im dritten Rang. Als Abschluss des Sektionswettkampfprogramms besuchte der Aktiverein am 27./28. Juni das Bündner-Glarner-Kantonalturnfest in Landquart. Zwei Gründe bewegten die Staader Turner in Landquart den Sektionswettkampf zu bestreiten. Einerseits war es das letzte Kantonale in Näfels, wo die Staader mit einer Glanzleistung aufwarteten und zu einer erneuten Teilnahme geradezu veranlasste, andererseits war es aber auch die entstandene Freundschaft zum organisierenden Verein Landquart anlässlich ihrer Turnerfahrt 1980 nach Staad. Unter der strammen Leitung von Oberturner Bruno Koller gaben die Turner ihr Bestes. Zum ersten Mal erhielten die Staader bei der Teilnote für die Zielsetzung, Gestaltung und Rhythmus die Maximalnote 10,00. Das Schlussresultat lautete schliesslich 116,40 und bedeutete gegenüber Mels mit 116,11 eine erneute Leistungssteigerung. Diese Leistungen reichten zum Ehrenplatz in der 7. Stärkeklasse.


Teilnehmer am Turnfest in Landquart

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