Die diesjährige Turnfahrt führte die Staader Frauen in das wunderschöne
Puschlav. Die 4 stündige Zugfahrt verging wie im Flug. Man hatte so viel zu
bestaunen, die wunderbare Bergwelt, Seen und der Morteratsch-Gletscher.
Aus den 10 Seiten, die Susanne Heller über unsere Reise zusammengestellt hat,
erfuhren wir alles über die bevorstehende Reise.
Die Rhätische Bahn rollt auf der Bernina Strecke auf einer der höchsten
Bahnstrecken in den Alpen durch 55 Tunnels und über 196 Brücken. Mit bis zu
70 Prozent Steigung fährt der Zug auf 2252 Metern Höhe ü.M. bis zum Ospizio
Bernina, der höchstgelegenen Bahnstation der Rhätischen Bahn. Auf der Alp
Grüm genossen die Frauen ein feines, typisches Gericht (Pizzocheri). Gestärkt
mit einem Schluck Appenzeller nahmen die Frauen die Wanderung nach
Cavaglia unter die Füsse. Dort bestaunte man die Gletschermühlen. Die
speziellen Gletscherformationen sind das Resultat eines Naturphänomens:
durch den kraftvollen, ständigen Druck des Gletscherwassers rotierenden
Steine und Sand im Laufe der Jahrtausende Gletschmühlen in den Felsen
gegraben. Die Unermüdlichen wanderten dann noch nach Poschiavo hinunter.
Die andere Hälfte der Riege nahm es gemütlich und nahmen den Zug. In
Poschiavo war Endstation für den 1. Tag. Für einen gemütlichen Abend stand
also nichts mehr im Wege.
Morgenstund hat Gold im Mund. Ein herrlicher Sonntagmorgen erwartete uns.
Um 08.34 stiegen wir bereits wieder in den Zug und fuhren bis Le Prese. Der
Puschlaversee zeigte sich von der schönsten Seite, dem wir entlang bis nach
Miralago spazierten. So gings dann auch bald weiter mit der Rhätischen Bahn,
die uns nach Tirano brachte. In Tirano zeigte unsere Reiseleiterin Susann die
herrliche Altstadt. Sehr eindrucksvoll die alten Häuser, einige
renovationsbedürftig, aber mit viel italienischem Charme.
Nachdem feinen Risotto, dazu Wein und ein Café coretto, natürlich durfte ein
Gelati nicht fehlen, mussten wir wieder Abschied nehmen und die Heimreise
antreten. Das Postauto brachte die Riege über den Berninapass nach Samedan,
von dort über Zernez – Klosters – Landquart nach Rorschach zurück.
Eine wunderschöne, eindrückliche Reise durfte man erleben und jede wurde
sich wieder bewusst, in welch schönem Land, wir doch wohnen.